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- Kupfer
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Anwendungen / Produkte
Kupfer ist aufgrund seiner hohen Leitfähigkeit in der Elektrotechnik und Elektronik unverzichtbar. Als Leitmaterial wird es in Kabeln, Generatoren und Transformatoren eingesetzt. Leiterbahnen aus Kupfer ermöglichen eine weitere Miniaturisierung und Leistungssteigerung von Chips. In Kraftfahrzeugen wird Kupfer unter anderem für Bremsleitungen und elektrische Antriebe verwendet, im Bauwesen wird es als Dach-, Dachrinnen- und Fassadenmaterial eingesetzt. Wegen ihrer Beständigkeit und gesundheitlichen Unbedenklichkeit werden Kupferrohre seit langem für die öffentliche Trinkwasserversorgung, aber auch für Heizungsinstallationen genutzt. Da viele Bakterien durch Kupfer im Wachstum gehemmt werden, wird es als Kupfer-Zink-Legierung (Messing) in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln für Haltegriffe und Türklinken eingesetzt, um die Übertragung von Krankheitskeimen zu verhindern.
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Wirtschaftliche Bedeutung
Weltweit werden gut 18 Millionen Tonnen des roten Metalls jährlich verwendet, davon in Deutschland rund 1,7 Millionen Tonnen. Die inländische Produktion von raffiniertem Kupfer und Kupfergusslegierungen betrug 2007 rund 711.469 Tonnen, die Halbzeugproduktion (inkl. Leitmaterial) und Metallguss lagen bei 1,9 Millionen Tonnen. Große Bedeutung hat die Sekundärindustrie, da über 58 Prozent der deutschen Kupferproduktion aus Schrotten und kupferhaltigen Zwischenprodukten (Schlacken, Krätzen etc.) stammen. Mit einem Umsatz von 14,7 Milliarden Euro im Jahr 2007, bezogen auf die Erzeugung und die erste Verarbeitung des Metalls, nimmt die deutsche Kupferindustrie eine herausgehobene Stellung in der NE-Metallwirtschaft ein. In der Erzeugung und ersten Verarbeitung sind rund 18.300 Mitarbeiter beschäftigt.
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- Zink
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Anwendungen / Produkte
Hauptverwendungsgebiet von Zink ist mit 36% die Verzinkung von Stahl zum Korrosionsschutz. 26% gehen in den Markt der Messingfabrikate. 21% Zink werden als Halbzeug in Form von Blechen (Titanzink für die Bereiche Dachdeckung, Fassade und Dachentwässerung), Drähten (thermische Spritzdrähte), Bändern (Schmelzsicherungen) und Anoden eingesetzt. 9% des Zinkeinsatzes werden in Form von Legierungen im Zinkguss weiterverarbeitet. 7% finden als Zinkoxid, Zinkpulver und Zinkstaub in unterschiedlichsten industriellen Bereichen als Zusatzstoffe vielfältigste Verwendung. Beispielsweise kommen Zinkverbindungen als Stabilisatoren für Kunststoffe zum Einsatz. Zink-Sulfate verbessern Eigenschaften in der Textil- und Kunstfaserindustrie. Bei Farben und Lacken dient Zink als Aktivpigment zur Steuerung bestimmter Lackeigenschaften wie Durchtrocknung, Pilzfestigkeit und Wetterbeständigkeit. Zinkoxide sind bei der Herstellung von Klebemitteln auf Natur- und Synthesekautschukbasis von großem Nutzen. Profile, Rohre und Stangen haben eine untergeordnete Bedeutung. International wird Zink auch als Münzmetall eingesetzt.
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Wirtschaftliche Bedeutung
Die deutsche zinkerzeugende und –verarbeitende Industrie gliedert sich in Metallerzeugung, Verzinkereien, Halbzeugherstellung und Gießereien. Die Verwendung von Zink lag 2007 bei rund 665.000 t. In der zinkerzeugenden und –verarbeitenden Industrie und in ihrem direkten und indirekten Umfeld sind 16.000 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahr 2007 wurden in Deutschland 334.891 t Zink erzeugt. Im Bereich Feuerverzinkung wurden im Jahr 2007 in Deutschland 240.000 t Zink eingesetzt. Darunter fällt die Verzinkung von Stahlträgern, Serienprodukten, Behältern, Schlosserware und Kleinteilen. Zinkhalbzeug wird hauptsächlich zu Bändern und Blechen (Titanzink) verarbeitet. Von Bedeutung ist auch noch die Herstellung von Drähten und Anoden. Die Halbzeug-Produktion lag 2007 bei 143.000 t. Die deutschen Metallgießereien verarbeiten Zinklegierungen fast ausschließlich im Druckguss. 2007 lag die Produktion bei 62.000 t. Zink wird auch bei der Messingherstellung in großem Umfang eingesetzt. 2007 gingen 170.000 t in diesen Bereich. Bedeutend ist auch die Herstellung von Zinkoxid und anderen Zinkverbindungen.
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- Blei
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Anwendungen / Produkte
Blei ist ein vielseitiges Metall, das aus technischen Anwendungen ebensowenig wegzudenken ist wie aus persönlichen Lebensbereichen. Blei wird heute vorwiegend als Energiespeicher und Schutzwerkstoff verwendet. Sein größtes Anwendungsgebiet ist die Energiespeicherung in Akkumulatoren: z. B. den Autostarterbatterien. Seine hohe Dichte macht es besonders geeignet zur Abschirmung: So schützt es in der Medizintechnik vor Röntgenstrahlung und Radioaktivität, im Bauwesen dient es dem Schallschutz. Blei ist ein wichtiger Legierungsbestandteil. Seine chemische Beständigkeit gegenüber Säuren macht Blei zudem zu einem wertvollen Werkstoff zur Auskleidung von Rohrleitungen und Apparaten in der chemischen Industrie. Bleioxide werden zur Herstellung von Pigmenten für Farben und Lacke, optischen Gläsern und Halbzeugen eingesetzt.
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Wirtschaftliche Bedeutung
Weltweit werden rund 8,2 Millionen Tonnen Blei verwendet, davon 389.000 Tonnen in Deutschland. Die inländische Bleiproduktion aus importierten Bleierzen und Recyclingblei betrug 2007 rund 355.000 Tonnen. Halbzeugproduktion und Metallguss lagen im Jahr 2007 bei 57.713 Tonnen bzw. 2.200 Tonnen.
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- Nickel
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Anwendungen / Produkte
Nickel ist ein vielseitig einsetzbares Metall. Am bedeutendsten ist jedoch sein Einsatz als Legierungsmetall: Schon geringe Nickelzusätze erhöhen die Festigkeit und Zähigkeit von Stahl. Mehr als die Hälfte des weltweiten Nickelbedarfs dient zur Herstellung und Veredlung nichtrostender Stähle: zum Beispiel für Geschirrspüler, Kochgeschirr, Rolltreppen, Tankwagen und medizinische Instrumente. Da Stahl unter Beigabe von Nickel auch bei Temperaturen von minus 200° Celsius nicht brüchig wird, eignen sich nickelhaltige Stähle für Kältemaschinen und Behälter zur Lagerung flüssiger Gase. Nickel ist ebenso Basismetall für Hochleistungs- und Superlegierungen. Deshalb werden diese Legierungen für besonders anspruchsvolle Anwendungen eingesetzt: in der chemischen und petrochemischen Industrie, in der Energie- und Umwelttechnik, in Luft- und Raumfahrt sowie in der Elektrotechnik und Elektronik. Mit Hilfe von Superlegierungen aus Nickelchromeisen wurden neue Hochleistungswerkstoffe entwickelt, die in der Abwassertechnik, Ölfeldtechnik, bei Rauchgasentschwefelungsanlagen, Gasturbinen und Reaktoren eingesetzt werden. Auch bei der Einführung des Euro spielt Nickel eine entscheidende Rolle. Die Ein- und Zwei-Euromünzen werden aus nickelhaltigen Materialien unterschiedlicher Werkstoffgruppen hergestellt, mit einem hohen Maß an Automaten- und Fälschungssicherheit.
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Wirtschaftliche Bedeutung
Die weltweite Hüttenproduktion von Nickel beträgt rund eine Million Tonnen pro Jahr. Hauptproduzenten sind die GUS, Japan, Kanada und Australien. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern ist die Metallerzeugung in Deutschland seit Anfang der 90er Jahre eingestellt. Die deutsche Produktion von Halbzeug aus Nickel und Nickellegierungen aus importiertem Nickel (Walz-, Press- und Ziehprodukte) lag 2007 bei ca. 30.000 Tonnen.
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- Aluminium
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Anwendungen / Produkte
Aluminium wird in nahezu allen Gebieten der Technik und des täglichen Lebens eingesetzt. Sein geringes Gewicht hilft im Verkehrssektor - ob als Motorblock oder gar Karosserie im PKW, als ICE-Mittelwagen oder im Flugzeugbau - Treibstoff bzw. Energie zu sparen. Im Bauwesen sind die Langlebigkeit und die Wartungsfreiheit von Fenstern, Fassaden und Dächern aus Aluminium gefragt. In der Verpackung schützt es aufgrund seiner Barriere-Eigenschaft Lebensmittel und Pharmazeutika. Seine gute Leitfähigkeit macht es für die Elektrotechnik interessant.
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Wirtschaftliche Bedeutung
Die weltweite Verwendung von Aluminium beträgt rund 37,5 Millionen Tonnen pro Jahr, in Deutschland liegt sie bei rund 3,6 Millionen Tonnen. Wichtigster Verwendungssektor ist der Verkehr, gefolgt von Bauwesen, Elektrotechnik, Maschinenbau und Verpackung. In den vier deutschen Primäraluminiumhütten wurden 2007 551.100 Tonnen Aluminium erzeugt, die Sekundärhütten produzierten 857.600 Tonnen Recycling-Aluminium. Die Produktion von Halbzeug (Walz- und Strangpressprodukte sowie Drähte und Schmiedeteile) betrug 2,5 Millionen Tonnen, der Formguss lag bei 646.000 Tonnen. Die Aluminiumweiterverarbeitung erstreckt sich auf die Herstellung von Folien und dünnen Bändern (2007: 314.115 Tonnen) sowie auf die Fertigung von Tuben, Dosen und Fließpressteilen (2007: 84.000 Tonnen). Der gesamte Branchenumsatz von 17,5 Milliarden Euro wird von rund 75.000 Mitarbeitern erwirtschaftet.
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- Magnesium
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Anwendungen / Produkte
Reines Magnesium wird in der Technik aufgrund der geringen Härte und der hohen Korrosionsanfälligkeit kaum verwendet. Magnesiumlegierungen, z. B. mit Aluminium, zeichnen sich jedoch durch ihre geringe Dichte, ihre hohe Festigkeit und ihre Korrosionsbeständigkeit aus. Daher werden diese zum Bau von Kraftfahrzeugen, Flugzeugen, Schiffen und Maschinenbauteilen häufig eingesetzt. Mit Dichten von 1,3 bis 1,9 g/cm3 sind technische Magnesiumlegierungen die leichtesten metallischen Konstruktionswerkstoffe überhaupt. Im Automobilbau findet sich Magnesium in Form einiger Gussteile seit vielen Jahren in der Serienproduktion. Im VW-Käfer von 1933 lag die Magnesiummenge bereits bei 20 kg pro Fahrzeug. Das Gesamtpotenzial für Mg wird pro Fahrzeug auf 50-80 kg geschätzt. Auch Aspekte wie die praktisch unbegrenzte Verfügbarkeit und prinzipiell gute Recyclingfähigkeit weisen auf eine überlegene Stellung von Magnesiumlegierungen im Rahmen zukünftiger Entwicklungen des Maschinen- und Fahrzeugbaus hin.
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Wirtschaftliche Bedeutung
Die weltweite Hüttenproduktion von Magnesium lag im Jahr 1999 bei 377.000 Tonnen. Hauptproduzenten sind die GUS, Japan, Kanada und Australien. In Deutschland wird kein Primärmagnesium hergestellt. Die deutsche Produktion von Magnesiumguss lag 2007 bei 30.791 Tonnen.
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