Klimaschutz ist der Sammelbegriff für Maßnahmen, die einer globalen Erwärmung entgegen wirken und ihre Folgen abmildern oder verhindern sollen. Grundlage für diese Maßnahmen sind völkerrechtliche Abkommen, Entscheidungen auf europäischer oder nationaler Ebene sowie Selbstverpflichtungen der Industrie.
Wirtschaft:
Selbstverpflichtungen
Nichteisen(NE)-Metalle - die unverzichtbaren Klimaschützer
„Metalle pro Klima“ zeigt Leistungen und Potenziale der Nichteisen-Metallindustrie beim Klimaschutz auf. Best-Practice-Beispiele unterstreichen den wissens- und technologiebasierten Ansatz und die Lösungskompetenz beim Klimaschutz. Nichteisen(NE)-Metalle - die unverzichtbaren Klimaschützer.
Metalle pro Klima - Schrittmacher für intelligenten Klimaschutz
Europa hat die globale Ausstrahlungskraft seiner Vorreiterrolle im Klimaschutz überschätzt. Die im International Panel of Climate Change vernetzten Klimawissenschaftler kämpfen um ihre Reputation. Die Klimakonferenz von Kopenhagen geht als Treffen der Ernüchterung in die Geschichte der UN-Klimaversammlungen ein. Immer deutlicher wird, dass ein bloßes „Weiter so“ im Klimaschutz weder möglich noch erfolgversprechend ist.
WVM - ein Blick in den Geschäftsbericht
Mit PERSPEKTIVEN leistet die WirtschaftsVereinigung Metalle einen Beitrag zur öffentlichen Diskussion und positioniert die Nichteisen-Metallindustrie als Problemlöser und Innovationsmotor. Lesen Sie hier die aktuelle Ausgabe des Geschäftsberichtes der WirtschaftsVereinigung Metalle.
CO2-Monitoringbericht
Der Monitoringbericht des RWI Essen liefert eine detaillierte Beschreibung der CO 2 -Minderungserfolge der beteiligten Industriesektoren im Berichtszeitraum 2008. Grundlage hierfür war die erweiterte Vereinbarung zur Klimavorsorge vom 9. November 2000 zwischen der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft. Die erweiterte Vereinbarung zur Klimavorsorge hat bis heute Gültigkeit. Die deutsche NE-Metallindustrie verpflichtet sich, die spezifischen CO 2 -Emissionen pro Tonne NE-Metall bis 2012 um 24 Prozent gegenüber 1990 zu senken.
Klimaschutzerklärung
Trotz scharfen globalen Wettbewerbs hat die NE-Metallindustrie ihr Minderungsziel aus dem Jahr 1996 von minus 22 % beim spezifischen Energieeinsatz gegenüber 1990 weiter aufgestockt: Die NE-Metallindustrie verpflichtet sich in der Klimaschutzerklärung vom Januar 2006, ihren spezifischen Energieeinsatz für den Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012 um 24 % gegenüber den Werten von 1990 zu senken.
Freiwillige Selbstverpflichtung des Fachverbandes Primäraluminium
Eine freiwillige Selbstverpflichtung des Fachverbandes Primäraluminium von 1997 an die damalige Umweltministerin Dr. Merkel wurde von den Aluminiumhütten weit übertroffen. Zugesagt war eine Reduzierung der Klimagase CF4/C2F6 (so genannte Perfluorcarbone, PFCs) um 50 % - durch besondere Anstrengungen konnten tatsächlich 90 % der Emissionen reduziert werden. Ein voller Erfolg für das Instrument der freiwilligen Selbstverpflichtung – vor allem aber ein Beweis für das Engagement der Industrie beim Klimaschutz.
Wirtschaft:
Partner/Kooperationen
dena-Energieeffizienzkongress
Die dena (Deutsche Energie-Agentur) stellt unter Beteiliung von "Metalle pro Klima" Strategien und Instrumente für die Energiesysteme und -märkte der Zukunft auf dem diesjährigen Energieeffizienzkongress „Energie – Systeme – Zukunft: Strategien für Märkte und Politik“ in den Focus.
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EnQ - die Initiative für Energie-Intelligenz des ZVEI
EnQ - die Initiative für Energie-Intelligenz des ZVEI lädt ein, die enormen Einsparpotentiale intelligenter Technologien zu entecken - in den Bereichen Privater Haushalt, Industrie und dem Öffentlichen Sektor.
www.en-q.de
Initiative Zink
Die Initiative Zink ist ein Zusammenschluss von Zinkerzeugern, Zinkrecyclern, Halbzeugproduzenten, Anwendern, wie z.B. der Feuerverzinkungsindustrie und der Hersteller von Zinkverbindungen in Deutschland.
Initiative Zink
BDI-Initiative Wirtschaft für Klimaschutz
Um die besondere Verantwortung der deutschen Wirtschaft für den Klimaschutz zu unterstreichen, haben sich führende Unternehmen unter dem Dach des BDI zur Initiative „Wirtschaft für Klimaschutz“ zusammengeschlossen.
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BDI-Klimastadt
Die Klima-Stadt ist ein Projekt der BDI-Initiative „Wirtschaft für Klimaschutz“. Auf der Internetseite werden klimafreundliche Technologien und industrielle Anwendungen vermittelt. In der virtuellen Stadt finden Sie auch Best-Practice-Beispiele zum Klimaschutz aus der Nichteisen-Metallindustrie, z. B. zum Thema Zink-Solarthermie oder innovatives Recycling von Aluminium und Kupfer.
Wirtschaft:
Links
BDI-Positionspapier
Erwartungen der deutschen Industrie an die UN-Klimakonferenzen 2008 und 2009 mehr...
Politik:
Bund
Koalitionsvertrag CDU-CSU-FDP
Klimaschutz ist ein Wettbewerbsmotor für neue Technologien, heißt es im neuen Koalitionsvertrag; er ist Vorsorge für eine langfristig tragfähige wirtschaftliche und ökologische Entwicklung. mehr...
Integriertes Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung
Im Rahmen ihrer Klausurtagung in Meseberg beschloss die Bundesregierung am 23. August 2007 die Eckpunkte des integrierten Energie- und Klimaprogramms (IKEP). Mit dem Programm sollen die europäischen Richtungsentscheidungen vom Frühjahr 2007 bezüglich Klimaschutz, Ausbau der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz in ein nationales Maßnahmenpaket umgesetzt werden. Der Kabinettsbeschluss vom 5. Dezember 2007 zur Umsetzung des IKEP hat 29 Maßnahmen definiert. Insgesamt soll das IKEP eine Minderung der CO2-Emissionen um 40 % gegenüber 1990 erreichen.
Politik:
EU
Europäisches Emissionshandelssystem
Die rechtliche Grundlage stellt die EU-Emissionshandelsrichtlinie vom 13. Oktober 2003 dar. Bis 2012 unterliegen nur Großfeuerungsanlagen über 20 MW aus den Sektoren Energieerzeugung und Industrie der Emissionshandelsverpflichtung. Derzeit wird ein Richtlinienentwurf der EU-Kommission zur Modifikation des Emissionshandelssystems diskutiert. Danach sollen ab 2013 nur noch 1,974 Mrd. CO2 p. a. ausgestoßen werden, die Summe soll jährlich um 1,73 % sinken. Nach Vorschlag der EU-Kommission soll der so genannte Emissionshandelssektor (Industrie) einen überproportionalen Beitrag zur Erreichung der europäischen Klimaschutzziele leisten. Erstmals werden auch andere Treibhausgase als CO2 erfasst und der Emissionshandel auf Bereiche wie die NE-Metallindustrie ausgedehnt.
Politik:
UNO/Völkerrecht
Ergebnis der Bonner Klimakonferenz Juni 2010
In Bonn haben vom 1. bis 11. Juni 2010 die Arbeitsgruppen der Signatarstaaten der Klimarahmenkonvention (AWG-LCA) und des Kyoto-Protokolls (AWG-KP) getagt, um die nächste UN-Klimakonferenz in Mexiko (COP 16) vorzubreiten. Zum Abschluss der Klimakonferenz wurde vom Chair ein neuer Verhandlungstext vorgelegt, in den auch die Kopenhagener Übereinkunft eingearbeitet wurde: "Advance draft of a revised text to facilitate negotiations among Parties". Auf der UNFCCC-Zwischenkonferenz vom 2. bis 6. August 2010 in Bonn soll dieser so überarbeitet werden, dass ihn alle Staaten als Verhandlungsgrundlage akzeptieren.
Copenhagen Accord
Statt eines verbindlichen Abkommens wurde am Ende der Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 nur ein unverbindlicher Minimalkonsens erreicht - der „Copenhagen Accord“ oder Kopenhagener Vereinbarung Link-Text mehr...
Klimapolitik international: UN-Klimakonferenz in Kopenhagen
Gutes Klima – Schlechtes Klima? Statt eines verbindlichen Abkommens wurde am Ende der Klimakonferenz in Kopenhagen nur ein unverbindlicher Minimalkonsens erreicht - der „Copenhagen Accord“. Es gab weder verbindliche und global akzeptierte Reduktionsziele für Treibhausgase noch kam es zur Übereinkunft zu fairen Wettbewerbsbedingungen für die Wirtschaft im Rahmen einer internationalen Klimapolitik.
Kyoto-Protokoll
Als Zusatzprotokoll zur Klimarahmenkonvention 1997 beschlossen, konnte das Kyoto-Protokoll erst nach längerem Ratifikationsprozess 2005 in Kraft treten. Das 2012 auslaufende Abkommen schreibt erstmals völkerrechtlich verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen fest. Die Industrieländer müssen danach innerhalb der so genannten ersten Verpflichtungsperiode (2008 - 2012) die Treibhausgas-Emissionen um durchschnittlich 5,2 % gegenüber 1990 reduzieren. Europa hat sich verpflichtet, seine Emissionen um 8 % zu senken. Deutschland trägt drei Viertel der Minderung, indem es seine Treibhausgasemissionen um 21 % reduziert. Am weltweiten Wachstumstrend der wichtigsten Treibhausgase konnte bislang nur wenig verändert werden. Für die 2013 beginnende zweite Verpflichtungsperiode konnte im Dezember 2007 auf Bali lediglich eine Einigung über die Rahmenvorgaben erzielt werden. Die Verhandlungen sollen im Dezember 2009 auf dem Klimagipfel in Kopenhagen abgeschlossen werden. Strittig ist neben dem Umfang der Reduktionen die Einbindung von Schwellen- und Entwicklungsländern.
Klimarahmenkonvention
Im Jahr 1992 wurde in Rio de Janeiro die Klimarahmenkonvention (UNFCCC) der Vereinten Nationen unterzeichnet. Vorausgegangen waren völkerrechtliche Verträge wie z. B. 1987 das Montreal-Protokoll, das den Schutz der Ozonschicht zum Gegenstand hat. Durch die Rahmenkonvention konnte der Grundstein für weitere UN-Klimakonferenzen gelegt werden, die schließlich 1997 zum Beschluss des Kyoto-Protokolls führten.
Wissenschaft:
Studien
Kosten- und Potenziale der Treibhausgasverminderung, BDI
Die Bewertung von über 300 Möglichkeiten (Hebeln) zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen hat erstmals die diversen Einzelmaßnahmen in eine Kosten-Nutzen-Relation gesetzt. Wirtschaftliche Potenziale für effiziente Einsparungen sind besonders im Gebäudesektor gegeben.
Sektorbericht Industrie
Die Kosten- und Potenziale der Treibhausgasverminderung der BDI/McKinsey-Studie werden hier speziell für den Industriesektor dargestellt. Für die NE-Metallindustrie lassen sich nur noch im Bereich der Energieeffizienz wirtschaftlich vertretbare Hebel zur Minderung von Treibhausgasemissionen feststellen. Gemessen an den bisher erreichten Einsparerfolgen fallen die weiteren Vermeidungspotenziale aber relativ gering aus. Der Energieeinsatz zur Metallbearbeitung ist bereits dicht an das physikalische Limit herangerückt.
EEFA-Studie
Die Untersuchung stellt die Zusammenhänge zwischen Klimavorsorgepolitik, Wettbewerbsfähigkeit und politischen Vorgaben dar. Die ökonomischen und ökologischen Wirkungen einer an den Vermeidungskosten der CO2-Minderung ausgerichteten Politik der Klimavorsorge werden analysiert und den Zusatzkosten der gegenwärtigen Instrumenten- und Zielvielfalt gegenübergestellt.
Wissenschaft:
Berichte
Stern-Report
Der Stern-Report (Stern Review on the Economics of Climate Change) ist ein am 30. Oktober 2006 veröffentlichter Bericht des ehemaligen Weltbank-Chefökonomen und jetzigen Leiters des volkswirtschaftlichen Dienstes der britischen Regierung, Nicholas Stern. Der im Auftrag der britischen Regierung erstellte rund 650 Seiten starke Bericht untersucht insbesondere die wirtschaftlichen Folgen der globalen Erwärmung. Auf wissenschaftlicher Seite wurde der Bericht sehr unterschiedlich bewertet. Das britische Finanzministerium zitiert im Internet zahlreiche positive Stellungnahmen. Von einigen Wissenschaftlern wurde Stern aber auch scharf kritisiert, insbesondere seine Schadensschätzungen seien übertrieben.
IPCC-Bericht
Der vierte Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) der Vereinten Nationen ist der jüngste Bericht in einer Reihe, die regelmäßig den wissenschaftlichen Kenntnisstand über die globale Erwärmung zusammenfasst. Die im Abstand von fünf bis sechs Jahren herausgegebenen IPCC-Berichte gelten weithin als Konsensposition innerhalb der klimatologischen Fachwelt, was den Einfluss des Menschen auf das Erdklima betrifft. Vorgängerberichte erschienen 1990, 1995 und 2001. Zusammen mit Al Gore wurde dem IPCC im Jahr 2007 der Friedensnobelpreis verliehen.
UBA-Klimaschutz-Strategie
Das deutsche Umweltbundesamt (UBA) ist die zentrale Umweltbehörde der Bundesrepublik Deutschland. Es gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. In dem Bericht von Juni 2008 fordert das UBA eine Minderungsverpflichtung von 40 % bis 2020 gegenüber 1990. Deutschland als Vorreiter im Klimaschutz soll so die 30 %-Minderung der EU unterstützen.

