Berippte Rohre aus Kupfer und anderen Metallen intensivieren wesentlich die Wärmeübertragung in Rohrbündel- und Lamellenwärmeaustauschern. Die auf der Rohroberfläche geformten Rippen vergrößern primär die zur Wärmeübertragung nutzbare Fläche. Darüber hinaus kann durch geeignete Gestaltung der Rippen die Leistungsfähigkeit der Rohre erheblich gesteigert werden. Physikalische Effekte im Sub-Millimeterbereich werden dabei ausgenutzt. Die hohe thermische Leitfähigkeit und große Duktilität der eingesetzten metallischen Werkstoffe spielen hier eine entscheidende Rolle bei der Realisierung von High-Tech-Strukturen auf der Oberfläche von Rohren für die Wärmeübertragung.
Die verbesserte Leistungsfähigkeit derartiger Rohre wird einerseits genutzt, die Wärmeaustauscher bei gleicher Leistung erheblich kompakter zu bauen und somit Material, Bauvolumen, Platzbedarf und Füllmenge einzusparen. Andererseits kann durch die Leistungsfähigkeit der Rohre die treibende Temperaturdifferenz reduziert werden. Dadurch wird der gesamte Prozess effizienter und der Wirkungsgrad verbessert. So erreicht ein mit Hochleistungsrippenrohren bestückter Kaltwassersatz zur Klimatisierung von Gebäuden einen Wirkungsgrad von 6,2 - d. h. mit 1 kW Antriebsleistung werden 6,2 kW Kälte erzeugt. Mit Glattrohren würde er nur einen Wirkungsgrad von 4,1 erreichen und dies bei gleichzeitig doppelter Größe der Wärmetauscher. Dieser Anwendungsfall zeigt, dass bei gegebener Kälteleistung der Energieverbrauch durch den Einsatz von Hochleistungsrippenrohren um ca. ein Drittel gegenüber Glattrohren gesenkt wird.

